Ein Futon steht für einfaches, bodennahes Schlafen und eine ruhige, reduzierte Einrichtung. Die Futonmatratze ist flacher und fester als viele klassische Matratzen und bietet eine gleichmäßige Unterstützung, die viele Menschen als angenehm für den Rücken empfinden. Weil sie sich rollen, falten oder hochklappen lässt, ist sie außerdem ideal für kleine Wohnungen, Gästezimmer oder das Arbeitszimmer, das ab und zu zum Schlafplatz wird.
Traditionelle Futons bestehen aus mehreren Lagen Baumwolle und werden auf einer Tatami-Matte oder einem niedrigen Futonbett ausgelegt. Moderne Varianten enthalten zusätzlich einen Kern aus Latex, Kokos oder Schaum, der für mehr Elastizität und Formstabilität sorgt. Klappbare Futonmatratzen passen auf Schlafsofas und Futongestelle, dünne Rollfutons dienen als mobiles Gästebett. Bezüge aus Baumwolle in Naturtönen, Grau oder Anthrazit fügen sich in skandinavische wie japanische Einrichtungen ein.
Reine Baumwollfutons brauchen regelmäßige Pflege: Sie sollten oft gelüftet, geklopft und gewendet werden, damit die Füllung locker bleibt und keine Feuchtigkeit speichert. Mehrschichtige Futons mit Latex- oder Kokoskern sind formstabiler und weniger aufwendig. Die Höhe liegt meist zwischen acht und 15 Zentimetern, je nachdem, ob du sie als Bett oder als Sofapolster nutzt. Liegt der Futon am Boden, sorgen eine Tatami-Matte oder ein Rollrost darunter für Belüftung und beugen Schimmel vor. Bezüge mit Reißverschluss lassen sich abnehmen und waschen.
Einfache Futonmatratzen mit Baumwoll- oder Schaumfüllung findest du im Einstiegssegment, mehrlagige Futons mit Kokos- oder Latexkern in der Mittelklasse, im Premiumsegment handgefertigte Futons aus Bio-Baumwolle, Schurwolle und Naturlatex.
Vergleiche Futonmatratzen und Füllungen und finde deinen Schlafplatz im japanischen Stil.
Viele Menschen empfinden die feste, gleichmäßige Liegefläche eines Futons als wohltuend, vor allem in Rücken- und Bauchlage. Die Wirbelsäule wird dabei gut gestützt und sinkt nicht zu tief ein. Seitenschläfern ist ein reiner Baumwollfuton an Schulter und Hüfte dagegen manchmal zu hart. Für sie ist ein Futon mit Latexkern oder eine zusätzliche weiche Auflage oft die bessere Wahl.
Das ist die traditionelle Art, einen Futon zu nutzen, verlangt aber Aufmerksamkeit bei der Belüftung. Im Schlaf gibt der Körper Feuchtigkeit ab, die bei einer Matratze direkt auf Laminat oder Fliesen nicht entweichen kann. In Japan wird der Futon deshalb tagsüber zusammengelegt und gelüftet. Soll er liegen bleiben, sorgen eine Tatami-Matte, ein Rollrost oder ein niedriges Gestell für die nötige Luftzirkulation.
Die Baumwollfüllung wird durch das Körpergewicht zusammengedrückt und nimmt Feuchtigkeit auf, wodurch sie sich verdichtet. Das ist ein normaler Prozess, den du durch regelmäßiges Lüften, Klopfen und Wenden deutlich verlangsamen kannst. Bei schönem Wetter tut es dem Futon gut, ein paar Stunden an der frischen Luft zu verbringen. Futons mit Latex- oder Kokoskern behalten ihre Elastizität spürbar länger.
Für eine Person sind Breiten von 90 bis 140 Zentimetern üblich, für zwei Personen 160 bis 200 Zentimeter, jeweils bei rund 200 Zentimetern Länge. Soll die Matratze auf ein Futonbett oder ein Schlafsofa, müssen die Maße genau zum Gestell passen. Bei klappbaren Modellen lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Maße im gefalteten Zustand. Für Gäste reicht oft ein schmaler Rollfuton, der sich platzsparend im Kasten verstauen lässt.