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Regalsysteme

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Regalsysteme: Stauraum, der mitwächst

Ein Regalsystem ist mehr als ein Regal mit fixen Maßen. Es besteht aus Modulen, Böden, Seitenteilen und Zubehör, die du so kombinierst, wie es dein Raum und deine Sachen verlangen. Ziehst du um oder ändern sich die Anforderungen, baust du einfach um, erweiterst oder teilst das System auf zwei Räume auf. Das macht Regalsysteme zu einer flexiblen und langlebigen Lösung für Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Keller und Vorzimmer.

Wandregalsysteme hängen an Schienen, in die du Konsolen und Böden in beliebiger Höhe einhängst. Standregalsysteme aus Würfeln oder Rahmen wachsen in Höhe und Breite und funktionieren frei im Raum auch als Raumteiler. Stecksysteme aus Holz oder Metall kommen ganz ohne Werkzeug aus. Für Keller und Garage gibt es robuste Schwerlastregale mit hoher Fachlast, fürs Wohnen dagegen Systeme mit Türen, Laden, Körben und Einsätzen, die offene und geschlossene Flächen verbinden.

Entscheidend ist die Tragfähigkeit pro Boden und insgesamt, vor allem bei Büchern, Ordnern oder Vorräten. Bei Wandsystemen hängt sie stark von der Wand ab: In Beton oder Ziegel hält eine Schiene mit passenden Dübeln viel, bei Gipskarton brauchst du Hohlraumdübel oder eine Befestigung am Ständerwerk. Hohe Standregale solltest du immer gegen Kippen an der Wand sichern. Prüfe außerdem, ob sich Böden und Zubehör später nachkaufen lassen, denn davon lebt ein System. Üblich sind Massivholz, Metall, beschichtete Spanplatte und Glas.

Einfache Stecksysteme und Würfelregale gibt es im Einstiegsbereich, erweiterbare Wandschienensysteme und Modulregale mit Türen und Laden in der Mittelklasse, im Premiumsegment Designsysteme aus Massivholz oder pulverbeschichtetem Stahl, die sich über viele Jahre ergänzen lassen.

Vergleiche die Systeme und stell dir dein Regal genau so zusammen, wie du es brauchst.

Regalsysteme planen und aufbauen

Das hängt von Material, Stärke, Spannweite und Befestigung ab. Ein 80 Zentimeter breiter Boden aus Spanplatte biegt sich unter schweren Büchern schneller durch als ein gleich breiter Boden aus Massivholz oder Metall. Die Hersteller geben meist eine maximale Fachlast an, an die du dich halten solltest. Kürzere Spannweiten oder eine zusätzliche Mittelstütze verbessern die Stabilität spürbar.

Bei hohen und schmalen Regalen ist eine Kippsicherung dringend zu empfehlen, besonders wenn Kinder im Haushalt leben. Schon ein schwer beladener oberer Boden oder ein Kind, das hinaufklettert, kann ein ungesichertes Regal zum Kippen bringen. Meist liegen Winkel oder Gurte bei, die du mit passenden Dübeln an der Wand verschraubst. Freistehende Raumteiler sollten eine breite Grundfläche haben und unten schwerer beladen werden als oben.

Ideal sind Systeme aus einzelnen Modulen unterschiedlicher Höhe. So kombinierst du niedrige Elemente unter der Schräge mit hohen Modulen an der geraden Wand. Auch Wandschienensysteme lassen sich an der Kniestockwand gut nutzen, weil du die Böden flexibel auf passender Höhe einhängst. Miss vorher genau aus, in welchem Abstand zur Wand welche Höhe zur Verfügung steht.

Wandschienensysteme lassen den Boden frei, was kleine Räume optisch größer wirken lässt und das Putzen erleichtert. Böden, Konsolen, Schreibtischplatten oder Kleiderstangen kannst du jederzeit versetzen, ohne neu zu bohren. Voraussetzung sind eine tragfähige Wand und eine sorgfältige, lotrechte Montage der Schienen. Für sehr schwere Lasten sind stehende Systeme dennoch meist die bessere Wahl.