Die Deckenlampe allein reicht selten, um einen Raum stimmig auszuleuchten. Möbelbeleuchtung bringt das Licht dorthin, wo es gebraucht wird oder besonders schön wirkt: in die Vitrine, unter die Hängekästen in der Küche, ins Regal oder in den Kleiderkasten. So entstehen Akzente, die dem Raum Tiefe geben, und zugleich praktische Zonen mit gutem Arbeitslicht.
Unterbauleuchten sitzen unter Oberschränken und leuchten die Arbeitsfläche blendfrei aus. LED-Einbauspots werden in Regalböden oder Vitrinendecken eingelassen, Aufbauspots einfach aufgeschraubt oder aufgeklebt. LED-Streifen in Aluprofilen erzeugen gleichmäßige Lichtlinien, etwa hinter Glasböden oder entlang einer Rückwand. Für Kästen und Laden gibt es Leuchten mit Bewegungs- oder Türkontaktsensor, die sich beim Öffnen automatisch einschalten und oft kabellos mit Akku oder Batterie laufen.
Kläre zuerst die Stromversorgung. Viele Systeme arbeiten mit 12 oder 24 Volt und brauchen ein Netzteil, das die Gesamtleistung aller Leuchten abdeckt. Die Lichtfarbe prägt die Wirkung stark: Warmweiß um 2.700 bis 3.000 Kelvin wirkt gemütlich, Neutralweiß um 4.000 Kelvin eignet sich für Küche und Arbeitsplatz. Ein Farbwiedergabeindex ab CRI 90 lässt Lebensmittel, Stoffe und Deko natürlich aussehen. Achte außerdem auf eine flache Bauhöhe, gute Wärmeableitung und darauf, ob die Leuchten dimmbar sind oder per Funk gesteuert werden können.
Batteriebetriebene Sensorleuchten und einfache LED-Streifen findest du im Einstiegssegment, Sets aus Spots, Netzteil und Verteiler in der Mittelklasse, im Premiumbereich hochwertige Profilsysteme mit einstellbarer Farbtemperatur und Smart-Home-Anbindung.
Vergleiche die Möglichkeiten und bring gezielt Licht in deine Möbel.
Systeme mit Stecker-Netzteil, Akku oder Batterie kannst du problemlos selbst montieren, weil du nicht in die Hausinstallation eingreifst. Die Kabel werden meist hinter oder unter den Möbeln verlegt und mit Clips fixiert. Soll die Beleuchtung dagegen fest an einen Lichtschalter oder eine Unterputzdose angeschlossen werden, gehört das in die Hände einer Elektrofachkraft. Das gilt besonders in der Küche, wo Feuchtigkeit und Hitze dazukommen.
Für Vitrinen im Wohnbereich ist Warmweiß mit rund 2.700 bis 3.000 Kelvin meist die stimmigste Wahl, weil es Holz, Glas und Porzellan warm erscheinen lässt. Silber, Kristall und moderne Sammlerstücke wirken unter neutralweißem Licht oft brillanter. Mindestens so wichtig ist ein hoher Farbwiedergabeindex, damit Farben nicht verfälscht werden. Mit dimmbaren Leuchten passt du die Stimmung zusätzlich an den Abend an.
Addiere die Leistung aller Leuchten, die an einem Netzteil hängen sollen, und rechne einen Puffer von etwa 20 Prozent dazu. Bei LED-Streifen ist die Leistung meist pro Meter angegeben, die du mit der verlegten Länge multiplizierst. Außerdem muss die Ausgangsspannung exakt zu den Leuchten passen, also 12 oder 24 Volt. Ein zu knapp bemessenes Netzteil wird heiß und kann frühzeitig ausfallen.
LEDs erzeugen deutlich weniger Wärme als Halogenlampen, ganz ohne Abwärme kommen sie aber nicht aus. Sie entsteht vor allem an der Rückseite der Leuchte, deshalb sind Aluprofile und Kühlkörper wichtig. Bei korrekt montierten Leuchten, die für den Möbeleinbau vorgesehen sind, ist das für Holz, Spanplatte und Glas unproblematisch. Achte auf die Kennzeichnung für die Montage auf brennbaren Oberflächen.