Ein eigener Gefrierschrank lohnt sich, sobald das kleine Gefrierfach im Kühlschrank nicht mehr reicht. Ob Obst aus dem Garten, vorgekochte Mahlzeiten oder Einkäufe im Angebot, mit ausreichend Stauraum bei minus 18 Grad hältst du Lebensmittel monatelang frisch. Gegenüber der Gefriertruhe punktet der Schrank mit Übersicht, denn alles ist in Schubladen sortiert und schnell griffbereit.
Standgeräte gibt es als kompakte Tischmodelle mit rund 85 Zentimetern Höhe, die unter eine Arbeitsplatte passen, und als hohe Schränke mit bis zu 185 Zentimetern und viel Volumen. Einbaugeräte verschwinden hinter einer Möbelfront in der Küchenzeile und werden nach Nischenmaß ausgewählt. Unterbaugeräte sitzen unter der Arbeitsplatte, freistehende Modelle stehen flexibel in Küche, Vorratsraum oder Keller. Einige Geräte lassen sich zwischen Kühl- und Gefrierbetrieb umschalten.
Wichtig sind Nutzinhalt und Energieeffizienzklasse, die seit 2021 auf der Skala von A bis G bewertet wird. Eine No-Frost-Funktion verhindert Eisbildung und erspart dir das Abtauen. Das Gefriervermögen in Kilogramm pro Tag zeigt, wie viel frische Ware das Gerät auf einmal einfrieren kann. Die Lagerzeit bei Störung verrät, wie lange es bei Stromausfall kalt bleibt. Achte außerdem auf die Klimaklasse, denn in einem kühlen Keller oder einer unbeheizten Garage funktionieren nur Geräte, die für niedrige Umgebungstemperaturen ausgelegt sind. Auch der Geräuschpegel spielt eine Rolle, wenn das Gerät in der Nähe des Wohnbereichs steht.
Einfache Tischgeräte bilden den Einstieg, die Mittelklasse bietet große Standgeräte mit No Frost und guter Effizienz, und im Premiumbereich findest du besonders sparsame Einbaugeräte mit Schnellgefrierfunktion und Eiswürfelbereiter.
Vergleiche die Gefrierschränke und finde das Gerät mit dem richtigen Platz für deine Vorräte.
Als grobe Orientierung plant man pro Person etwa 50 bis 80 Liter Gefriervolumen ein, wer viel vorkocht oder einkocht, braucht eher mehr. Für einen Zwei-Personen-Haushalt reicht oft ein Tischgerät mit rund 80 bis 100 Litern. Familien mit Garten oder großem Vorratsbedarf greifen eher zu hohen Standgeräten mit 200 Litern und mehr. Ein zu großes, nur halb gefülltes Gerät verbraucht allerdings unnötig Strom.
Bei No Frost zirkuliert kalte, trockene Luft durch den Innenraum, sodass sich an Wänden und Lebensmitteln kein Eis bildet. Das lästige Abtauen entfällt, und Schubladen lassen sich auch nach Monaten noch leicht öffnen. Außerdem kleben Gefrierbeutel nicht aneinander fest. Geräte mit dieser Technik sind etwas teurer in der Anschaffung, sparen aber viel Aufwand und halten die Effizienz dauerhaft stabil.
Das hängt von der Klimaklasse ab, die angibt, für welche Umgebungstemperatur das Gerät ausgelegt ist. Klasse SN funktioniert ab etwa zehn Grad, Klasse N ab 16 Grad, darunter kann der Kompressor zu selten anspringen und die Innentemperatur steigt. Für kalte Räume gibt es spezielle Modelle, die auch bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt zuverlässig arbeiten. Prüfe diese Angabe vor dem Kauf genau, wenn das Gerät in einem unbeheizten Raum stehen soll.
Diese Angabe beschreibt, wie viele Stunden das Gerät bei Stromausfall die Temperatur hält, bevor das Gefriergut antaut. Gute Gefrierschränke schaffen hier oft 15 bis 30 Stunden oder mehr, vorausgesetzt die Tür bleibt geschlossen. Ein gut gefülltes Gerät hält die Kälte länger als ein halbleeres. Wird es doch zu warm, solltest du angetaute Lebensmittel zügig verbrauchen und nicht erneut einfrieren.